Rheinische Post / Rhein-Wupper-Zeitung vom 23.05.2007 » Zurück


Leverkusen

Halle für den Marktplatz

Von Herbert Bongartz

(RP) Die CDU hat jetzt einen Prüfantrag gestellt. Ihr schwebt eine Markthalle in Wiesdorf vor, die das ganze Jahr an allen Wochentagen für die Kunden geöffnet sein soll.

Wie soll und kann der Markplatz in Wiesdorf aussehen, wenn das ECE-Einkaufscenter fertig ist? Darüber machen sich alle Parteien Gedanken. In der Sitzung der Bezirksvertretung I legte die CDU einen Prüfantrag vor. Sie setzt sich dafür ein, dass auf dem Marktplatz eine Markthalle errichtet wird, die das ganze Jahr über an allen Wochentagen geöffnet ist. In Düsseldorf etwa gibt es auch einen Markt auf dem Karlsplatz, auf dem Kunden die ganze Woche frische Waren kaufen können.

"Mit der Entwicklung des ECE droht eine verstärkte Verlagerung der Einkaufszonen in den östlichen Teil der Hauptstraße, wenn nicht im Bereich Hauptstraße, Breidenbachstraße und Nobelstraße eine markante Aufwertung erfolgt", heißt es in dem Antrag der CDU. Hierzu gehöre eine Umgestaltung der Nobelstraße zwischen Haupt- und Wöhlerstraße aber insbesondere eine Zone mit Magnetcharakter am Marktplatz. Die CDU glaubt, dass "eine reine Parkfläche mit gelegentlichem Wochenmarkt diese Bedeutung nicht erfüllt".

Einladender Charakter

"Die Markthalle sollte ein filigranes und transparentes Bauwerk sein", heißt es in dem Prüfauftrag. Dabei könnten Glas und Makrolon verwendet werden. Weitere Vorstellungen der CDU:
INFO

Zwei Mal geöffnet

Der Wiesdorfer Markt hat mittwochs von 8 bis 14 Uhr und samstag von 8 bis 15 Uhr geöffnet.

Es gibt 26 feste Stände, an denen von Obst und Gemüse über Fleisch- und Wurstwaren bis zu Käse- und Molkereiprodukten alle klassischen Marktwaren angeboten werden.

Den Wochenmarkt in Wiesdorf gibt es seit Anfang der 50er Jahre.
In der Markthalle könnten Wochenmarkt-typische Produkte angeboten werden, insbesondere aber auch Spezialitäten. Eine offene Marktfläche vor der Markthalle sollte die Breidenbachstraße mit einbeziehen und durch eine entsprechende Gestaltung einladenden Charakter haben.

Er könne sich für das, was der CDU vorschwebe, durchaus erwärmen, erklärte Erhard Schoofs von der Bürgerliste in der Sitzung der Bezirksvertretung. Die Frage sei natürlich, wer das bezahle, wenn eine Markthalle gebaut werde. "Alle, die sich jetzt wegen der Gestaltung des Marktplatzes streiten, sollten sehen, dass sie in Zukunft zu einem Ergebnis kommen", sagte Verwaltungsmitarbeiter Frank Rosenstock.

"Egal was es für eine Lösung geben wird, man kann nicht jeden zufrieden stellen", betonte Eva Lux (SPD). Ihre Partei hatte übrigens im Bau- und Planungsausschuss einen Prüfantrag zur Umgestaltung des Marktplatzes und der Nobelstraße zurückgezogen.

Alfred Heidemanns, Vorsitzender der Werbegemeinschaft City, äußerte sich gestern vorsichtig zum CDU-Prüfantrag. Er glaube nicht, dass das durchkomme, sagte er auf Anfrage der RP. Die Werbegemeinschaft City kann sich auf dem Marktplatz eine Fläche vorstellen, die mehrfach genutzt wird unter anderem auch als Parkplatz.

Quelle: Rheinische Post / Rhein-Wupper-Zeitung


Markthalle in Helsinki, Finnland



B. Marewski