Bernhard Marewski
CDU-Fraktion Leverkusen
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Pressegespräch der CDU-Fraktion am 14.02.2005 pdf
mit Vertretern des Leverkusener Anzeigers, der Rheinischen Post und von Radio Leverkusen


Wirtschaftsförderung Leverkusen GmbH (WFL) wohin?


Lev. Anzeiger 26.01.2005 = Auslösendes Moment zum Beginn einer Diskussion zur WFL:

Stadtkämmerer Rainer Häusler als kommissarischer Chef der WFL setzt auf "neue Philosophie".

Seine Thesen:
• Jetzt Wandel in den Zielsetzungen der lokalen Industrie- und Gewerbeansiedlungspolitik
• Es ist höchste Zeit, "kleine Brötchen zu backen"
• Wir können es uns nicht mehr leisten zu sagen, diese oder jene Firma ist
   nicht gut genug für uns.
• Im IPL sollten bisher "ausschließlich Betriebe aus Hightech-Sparten" angesiedelt werden.
• Bescheidenheit ist angesagt. Wir können nicht mehr mit spitzen Fingern wählen
   und ansiedlungswillige Interessenten enttäuschen, die dann nach Langenfeld oder sonst
   wohin abwandern.
• Die Geschäfte der WFL sollen in den nächsten 6 Monaten "in ruhigere Bahnen"
   gebracht werden.

Zustimmung bei den Grünen (Lev. Anz. 27.01.2005):
u.a. die Ausrichtung auf "phantastische" Bio-Tech-Anlagen sei falsch gewesen und müsse dringend korrigiert werden.

SPD-Fraktion ist auch für Kurswechsel (Lev. Anz. 29.01.2005): Fraktionschef Walter Mende "sehr froh", dass man den IPL nun auch für Betriebe öffnen will, die nicht zur High-Tech-Sparte zuzuordnen sind, z.B. eine Druckerei. Ein Logistikzentrum von Aldi schließe die SPD aber kategorisch aus.

Die FDP forderte schließlich auch "Lockerung" der Vorschriften bei Besetzung und Gestaltung des IPL.

Sparkassenchef Manfred Herpolsheimer (" 'zweiter Mann' im Aufsichtsrat der WFL", Lev. Anz. 27.01.2005) stimmte Häuslers "neuer Philosophie" zu und betonte: "das sture Festhalten an bestimmten Dingen verböten sich".

Auch die IHK-Zweigstellenleiterin Eva Babatz befürwortete die "Wende" (RP, 02.02.2005) in der Vermarktungspolitik für den IPL und forderte auch Firmen mit einem Nicht-Bio-Tech-Hintergrund. Sie kritisierte z.B., dass sich die Stadt nicht besonders für die Erweiterung einer Schrottfirma einsetze.

"Neue Philosophie", "Neuaufstellung", "Wende" ... ? Was heißt das alles?

Fakten zum Innovationspark Leverkusen IPL (Kurzform):

Besonderheiten
Im Innovationspark Leverkusen arbeitet und forscht man in guter Nachbarschaft. An diesem Standort treffen sich High-Tech-Betriebe sowie technologieorientierte Gewerbebetriebe und Dienstleister aus der Informations- und Kommunikationstechnik, dem Maschinenbau und der Prozessführung. Außerdem finden Sie hier unternehmensnahe Dienstleistungen aus den Bereichen Medien und Marketing sowie Betriebe der Umwelttechnik und -beratung.

Philosophie des Innovationsparks Leverkusen ist die Verbindung von bedarfsgerechten Räumen (Büroflächen / Labore / Reinräume / Werk- und Produktionshallen) mit umfangreichen Service- und Beratungsangeboten sowie der kontinuierlichen Anpassung und Optimierung dieser Angebote an die neuen Bedürfnisse junger und innovativer Unternehmen.

Quelle: http://www.bioriverparks.de/pr_lev_bioplex.htm

Problem liegt nicht in der Zielausrichtung der WFL, sondern im politischen Hineinregieren

Ein Beispiel offenbart das Disaster in der WFL:

stadt.info, Nr. 15/2004 (Dez. 2004), S. 4 ff.
Das unabhängige Fachmagazin für Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung

"Leverkusen vereint Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung."
Artikel (mit etlichen Rechtschreib- und Zeichensetzungfehlern ... wer liest eigentlich Korrektur?), der einleitend vermerkt: "jedoch fehlt noch das klare Profil". Wie wahr! ~ Den kompletten Artikel finden Sie hier.

Zitiert .... und kommentiert
1.
Stadtmarketing ist mehr als die Bedienung ökonomischer Zielgruppen.
Heißt ...?
2.
Inwieweit die Inhalte von Stadtmarketing (...) neu definiert werde, kann derzeit noch nicht beantwortet werden.
Sind die Inhalte von Stadtmarketing in Leverkusen überhaupt schon definiert worden?
3.
"Schiedsrichter" zwischen Stadtmarketing, Stadtplanung und Wirtschaftsförderung ist der neue Oberbürgermeister Ernst Küchler.
Wieso arbeiten Wirtschaftsförderung (mit eingebettetem (!) Stadtmarketing) und Stadtplanung nicht unmittelbar konstruktiv zusammen?
4.
Landesgartenschau und 75-jähriges Stadtjubiläum (...) für beide Bereiche (...) eine große Bewährungsprobe.
Und wofür haben wir z.B. die LAGA gGmbH? Machen in Leverkusen nebeneinander alle alles?
5.
Leerstandsmanagement steht derzeit nicht auf dem Themenplan und das Thema Business Improvement Districts (bzw. das NRW-Modell ISG) ist politisch nicht gewollt.
a. Wieso ist "Leerstandsmanagement" in der WFL oder überhaupt n Leverkusen nicht thematisiert worden?
b. Business Improvement Districts (bzw. das NRW-Modell ISG) ist im AR der WFL nie Thema gewesen und ist auch nicht "in der Politik" diskutiert worden. Insofern ist diese Aussage völlig verfehlt!

Anmerkung:   Informationen zu Business Improvement Districts finden Sie z.B. hier:
IHK Nord WestfalenIHK Frankfurt/MainIHK Köln pdf
6.
So stellt man vielfach nicht mehr einzelne Flächen für die Ansiedlung vor, sondern präsentiert die Leverkusener Vorteile.
Und das soll mehr Erfolg bringen?
7.
In Verbindung mit der Standort-Marketing GmbH soll eine Vermarktung der Region auch international stattfinden.
Standort-Marketing GmbH in Leverkusen? Seit wann?
8.
Die Vorbereitungen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 sind eine weitere große Herausforderung für Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung.
Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Leverkusen?
9.
"Nach der Wahl wurden hier alle Uhren auf Null gestellt", beschreibt WFL-PR-Beraterin Silke Ratte die Situation in Leverkusen. Nach einer Stichwahl kam ein neuer Bürgermeister ins Amt und die neue "Feinjustierung" ist noch nicht abgeschlossen.
Wer hat "nach der Wahl alle Uhren auf Null" gestellt? Was waren die Gründe dafür? Was heißt "Feinjustierung"? Wie ist der Stand dieser "Justierung" heute?
Grundsätzlich: Wieso unterbricht die WFL ihre Arbeit aus "politischen" Gründen?


Wieso wird so Leverkusen in der Öffentlichkeit positioniert, wenn selbst einleitend vermerkt wird, dass das "klare Profil" noch fehle?
Die Darstellung ist überwiegend simpel, teilweise falsch, insgesamt peinlich.
So zeigt sich Leverkusen öffentlich: profillos, konzeptionslos, unfähig.
Der Oberbürgermeister, die Gesellschaftervertreter der Stadt und Sparkasse kennen diese Veröffentlichung - auch die Fraktionen ? - bisher war dazu kein Wort zu hören!

Start der WFL mit einer finanzpolitischen Fehlentscheidung.

Startkapital der WFL GmbH waren im Wesentlichen städtische Grundstücke. Aus den Veräußerungen der Grundstücke sollte sich die WFL finanzieren, ergänzt durch eine Alimentierung durch die Gesellschafter Stadt und Sparkasse.
Aber: Anzahl und Flächen der Grundstücke waren und sind in Leverkusen begrenzt, direkt vermarktbare Flächen erst recht und - wie das Beispiel Theodor-Adorno-Str. zeigt - ein Teil der Grundstücke war/ist äußerst schwer veräußerbar. Dass die WFL in eine finanzielle Schieflage geraten sollte, war abzusehen.
Bis heute liegen die wesentlichen Einnahmequellen der WFL allein im Grundstücksgeschäft (konkret beschäftigen sich damit zwei von zehn Mitarbeitern), d.h. die verschiedensten anderen Aufgabenfelder der WFL werden so mitfinanziert.
Dabei handelt es sich meist um Dienstleistungen, die kaum etwas erwirtschaften (z.B. Gründungsberatung, diese wird z.B. ebenso angeboten von der IHK, der Sparkasse ...) Hier hätte man spätestens schon vor 2-3 Jahren ein anderes Konzept und eine Umstrukturierung angehen müssen.
Vergl. Positionspapier Rh. B. Marewski v. 15.12.2003pdf, in wesentlichen Teilen im Rat vorgetragen, sowie Änderungsantrag der CDUpdf zur Vorlage R 1422/15.TA - WFL GmbH (Ablehnung durch Ratsmehrheit).

Der bis dahin beschrittene Kurs wurde beibehalten - bei Verringerung der Sachmittel und Reduzierung des Personals. Eine notwendige konzeptionelle Änderung, verbunden mit einem entsprechenden Finanzierungsmodell, erfolgte nicht.

Stattdessen bürdete man der WFL noch mehr auf: Stadtmarketing (Aufgabenfelder?), Veranstaltungsmanagement , "die WFL" kümmerte sich um "75 Jahre Leverkusen", LAGA usw., schließlich sollte auch "Stadtentwicklung" irgendwie mit dazukommen (ein besonderes Anliegen der SPD).

Ergebnis und Perspektiven

Die WFL sitzt seit etlicher Zeit in der Schuldenfalle und liegt voll in der Hand der beiden Hauptgesellschafter Stadt und Sparkasse, die WFL selbst ist damit praktisch handlungsunfähig. Wenn es dann richtig ist, was der frühere Finanzexperte der CDU behauptet, dass zusätzlich durch eine vollzogene Darlehensumschuldung "unwirtschaftlich" gehandelt worden sei, so bedeutete dies eine Verschärfung der finanziellen Situation. Dafür trügen dann die Gesellschafter erhebliche Verantwortung.

"Backen kleiner Brötchen" ist hier ebenso wenig eine Lösung wie das Propagieren einer "neuen Philosophie", ohne gleichzeitig zu sagen, was man konkret meint.

In der Tat bedarf die Zukunft der Wirtschaftsförderung einer intensiven Diskussion - mit einer gründlichen Aufarbeitung aufgetretener Mängel.

Bei der Gründung der WFL wurde eine "Stärken und Schwächen"-Analyse vorgenommen. Das Ergebnis seinerzeit war, dass "Biotechnologie" - damals deutliche Wachstumsbranche - zum Standort Leverkusen passte. Vor diesem Hintergrund wurde auch "Bioplex" im IPL gebaut. Bei veränderten Rahmenbedingungen (Einbruch bei Biotechnologie, derzeit Konsolidierung) wurde später weitere Aufgabenfelder definiert, z.B. Life Science und Wellness (jeweils auch mit Blick auf "Bayer", aber auch die Sport- und Schulstadt Leverkusen).

Wer den Wandel in der Zielsetzung der Gewerbe- und Dienstleistungsansiedlung im IPL will (wie nunmehr lautstark propagiert), muss in Leverkusen künftig den Kompetenzfeldern Gesundheit, Regeneration und Sport eine Absage erteilen. Bei einem "Gemischtwarenladen" werden sich kaum innovative Unternehmen finden lassen. Die weitere Frage ist, wie die z.Zt. im IPL jetzt vorhandenen Unternehmen sich künftig in einer geänderten Umgebung "passend" fühlen und am Standort verbleiben werden.

Life Science

Etwa 40 Firmen aus der Life Science-Branche finden sich in Köln und Umgebung, mehr als 20% der Unternehmen haben ihren Standort in Leverkusen.

Leverkusen ist Teil von BioRiver® - Life Science im Rheinland (gegründet 2004): Der Rhein als verbindendes Element der Zentren Köln, Bonn und Düsseldorf gibt der Kernregion der nordrhein-westfälischen Biotechnologie den Namen: BioRiver®. Rund drei Viertel der über 300 Biotechnologie und Life Science Unternehmen in Nordrhein-Westfalen sind hier zwischen Köln, Bonn, Düsseldorf, Leverkusen, Aachen und Jülich konzentriert: 10 Universitäten und Fachhochschulen, 380 biotechnologischen Arbeitsgruppen, 100 Biotechnologie-Unternehmen, 18 Biotechnologie Parks, über 350 Dienstleister und Zulieferer. Quelle: www.bioriver.de

Intensivierung und Koordinierung der Marketingsaktivitäten mit den Leverkusener Life Science-Unternehmen sowie Ausbau und Pflege des bestehenden Life Science-Netzwerkes. Oder verabschieden?

Die Zusammenarbeit zwischen der WFL und "Bayer" funktioniert und sie muss weiterentwickelt werden - auch hinsichtlich der Nutzung des ChemieParks (Bayer) und IPL (WFL).

Seit Juli 2003 ist die WFL mit der Bayer Industry Services (BIS) im Projekt ChemVision involviert.

Aufbauend auf vorhandenes technologischen Wissens der angesiedelten Industrie und Forschung geht es bei ChemVision z.B. um chirurgische u.a. Biomaterialien, wirkstoffhaltige Implantate, E-Health (Tele-Medizin), Sportausrüstung, Regeneration.
Eine aktive Beteiligung der WFL am Projekt ChemVision ist absolut notwendig.

Branchenbuch: Grundlage für Bestandspflege und Neuansiedlungen

Wichtige Voraussetzungen für eine gute Bestandspflege aber auch für passende Neuansiedlungen ist, dass man die Unternehmen vor Ort und ihre Unternehmensinhalte auch kennt. Seit Jahren wird für Leverkusen ein "Branchenbuch" angemahnt.
Im Mönchengladbach-Branchenbuch z.B. findet man seit Mai 2002 den (nahezu) kompletten und aktuellen Unternehmensbestand der Stadt - insgesamt rund 9.000 Firmendaten, die man nach den Kriterien "Branchen", "Marken", "Namen" und "Stichworte" durchsuchen kann. Realisiert wurde das Branchenbuch gemeinsam von der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach, der Stadt Mönchengladbach, der Volksbank Mönchengladbach eG sowie einem Internet-Dienstleister.

Internationalisierung

In einer "globalisierten" Welt müssen auch die Chancen des internationalen Marktes genutzt werden. Es geht um Kooperationen, Schaffung von Netzwerken - auch um neue Märkte zu erschließen.

Seit genau 10 Jahren laufen nun - 2005 - die Bemühungen zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Leverkusen und der Hochtechnologiestadt Oulu, Partnerstadt seit 1968 - und werden meist müde belächelt.

Im vergangenen Jahr (September 2004) war Leverkusen gemeinsam mit Halle/Saale und Oulu Ausrichter des Symposiums "Bio meets Nano und IT" in Oulu ("Three partner cities, Leverkusen, Halle and Oulu, all strategically aim to develop biotechnology as a major future commercial sector.").
Welche Bedeutung man in Leverkusen solchen Veranstaltungen beimisst, dies kommentierten die entsandten Bayer-Referenten nach ihrer Rückkehr öffentlich in den Leverkusener Medien nach ihrer Rückkehr.
Zur Zeit werden intensive Kontakte zu Oulun Seutu (Oulu Regional Business Agency) gepflegt - mit eher verhaltener Unterstützung durch die Stadt Leverkusen.

Ein weiteres Beispiel für Behäbigkeit Leverkusens ist das verhaltene Angehen der Chancen wirtschaftlicher Kontakte zu China. Nachdem man in Leverkusen das Thema in der Vergangenheit vor sich herschob und während wir noch in den Ratsgremien diskutierten, hat Wuxi bereits mit Neuss eine vertragliche Vereinbarung geschlossen (- nachdem bereits ein Jahr vorher eine Deutsch-Chinesische Freundschaftsgesellschaft gegründet worden war).

Dem Vernehmen nach hat es in Leverkusen auch früher schon Überlegungen zur Entwicklung wirtschaftlicher Beziehungen zu China gegeben, deren Umsetzungen jedoch offenbar ausblieben. Auch sollen schon mehrere Delegationen aus China in Leverkusen gewesen sein, um sich dem Thema "kommunalen Finanzen" zu nähern. Positive Folgewirkungen scheinen sich für Leverkusen bisher nicht ergeben zu haben.

Gesellschafter

Die WFL ist nahezu zu 100 % ein "städtische Tochter" (Stadt Leverkusen 78,99 %, Sparkasse Leverkusen 20 %, Bayer Industry Services GmbH &OHG 1,01 %) und hängt damit "am Tropf", nach finanzieller Auszehrung erst recht.

Dringend ist anzupacken, weitere Gesellschafter für die WFL zu gewinnen - um Kapital zu generieren aber auch um einer einseitigen Einflussnahme entgegenzuwirken.

Das Beispiel "WFMG-Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH" wurde früher mehrfach genannt. Die Gesellschafter der WFMG GmbH sind u.a. die EWMG - Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach mbH sowie 37 (!) Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen, darunter IHK, Kreishandwerkerschaft, Gladbacher Bank, Niederrheinische Versorgungs- und Verkehrs-AG, Stadtsparkasse Mönchengladbach, Volksbank Mönchengladbach eG, dazu Bauunternehmer, Immobiliengesellschaften usw..

Angeblich ließen sich für die WFL keine weiteren Gesellschafter finden. Konkret wurde nie über solche Bemühungen berichtet. Es liegt die Vermutung nahe, dass dies bisher ernsthaft auch nicht gewollt war.

Einer Auflösung der WFL GmbH bei gleichzeitiger "Rückkehr" in die Stadtverwaltung als "Amt" muss eine Absage erteilt werden. Ebenso muss abgelehnt werden, dass die WFL "auf Dauer" durch einen nebenamtliche Geschäftsführer aus der Stadtverwaltung geleitet wird.
Die WFL muss unabhängig aufgestellt sein. Genau dies kann nur durch Einbindung weiterer Gesellschafter erreicht werden. Vor diesem Hintergrund sind auch die Aufgabenfelder der WFL festzuschreiben.

Einige Fragen als Diskussionsbeitrag:

1.
Wie viele Unternehmen (branchenzugeordnet) wurden seit der Gründung der WFL in Leverkusen neu angesiedelt - mit wie vielen Arbeitsplätzen?
2.
Wie viele Unternehmen wurden (mit welcher Anzahl von Arbeitsplätzen?) im Rahmen der "Bestandspflege" gesichert?
3.
Wie viele Unternehmen haben in dieser Zeit Leverkusen verlassen und - wenn bekannt - welche Gründe lagen vor?
4.
Wie viele Unternehmen (mit welcher Anzahl von voraussichtlichen Arbeitsplätzen?) aus welchen Branchen haben in Leverkusen Ansiedlungsflächen oder Gewerberäume nachgefragt und konnten nicht "bedient" werden?
Welches waren die Gründe, dass die Unternehmen sich nicht für Leverkusen entschieden haben?
5.
Wie gestaltet sich konkret die Zusammenarbeit zwischen Stadt Leverkusen, der Sparkasse, der WFL (und der IHK) bei Existenzgründungen. Wie werden die Zielrichtungen der Stadt, der Sparkasse, der WFL in Einklang gebracht?
6.
In welcher Weise und in welchem Umfang ist eine Kooperation mit Bayer hinsichtlich Vermarktung von Industrie- und Gewerbeflächen möglich?
7.
Wie stehen Planungen und Realität bei Bioplex und Handwerkerzentrum gegenüber? Was sind mögliche Gründe für Abweichungen?
8.
Welche Zielrichtung hatte "Stadtmarketing" in der WFL bisher und welche soll es künftig haben?
9.
Wie gedenken die WFL und die Stadt Leverkusen, sich dem Thema "Business Improvement Districts" (BID)* bzw. "Immobilien- und Standortgemeinschaften" (ISG)* zu widmen?

* Instrument zur Attraktivitätssteigerung von Innenstädten und Stadtteilzentren
   auf der Basis privatwirtschaftlichen Engagements


   Informationen zu Business Improvement Districts finden Sie z.B. hier:
   • IHK Nord WestfalenIHK Frankfurt/MainIHK Köln pdf
Bernhard Marewski, 14.02.2005



14.04.2005: Hier die 9 Antworten auf 9 Fragen.